Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaften stellen sich neuen Herausforderungen

Veröffentlicht am 13.11.2017
Die Bezirksbereitschaftsleitung mit Volker Andorfer (stellvertretender Be-zirksbereitschaftsleiter), Petra Luber (stellvertretende Bezirksbereitschaftsleiterin) und Dieter Hauenstein (Bezirksbereitschaftsleiter)
Die Drohne kann im gesamten Bezirksverband eingesetzt werden und soll die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen

Straubing

Der Informationsaustausch stand im Mittelpunkt der Tagung der Kreisbereitschaftsleiter Niederbayern-Oberpfalz am Wochenende in Straubing.

Großen Raum nahm dabei das Bayerische Ausbildungszentrum für besondere Einsatzlagen ein. Daniel Pröbstl von der Landesgeschäftsstelle der Bereitschaften referierte zum Stand der Vorbereitungen. Vor gut einem Jahr hatten die Sondierungen für dieses Zentrum begonnen. Das Bayerische Innenministerium hatte auf Drängen des BRK die Initiative für das Ausbildungszentrum übernommen. Es soll in der nördlichen Oberpfalz, genauer gesagt in Windischeschenbach, entstehen und den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Hilfsorganisation realistische Schulungen besonderer Einsatzlagen ermöglichen.

Derzeit erstellt das BRK das Umsetzungskonzept, das in den kommenden Wochen an das Bayerische Innenministerium gehen soll. Im Moment warten wir auf die politische Entscheidung, meinte Pröbstl in seinem Vortrag. Das Bayerische Rote Kreuz hat die Möglichkeiten und Anforderungen zusammengefasst und ist zuversichtlich, dass das Ausbildungszentrum eine willkommene Ergänzung der hervorragenden Ausbildung der Einsatzkräfte darstellt. In diesem Zusammenhang betonte Bezirksbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein, dass die Ehrenamtlichen im Roten Kreuz mit viel Engagement bei den Ausbildungen dabei seien.

Die Bedeutung des Ehrenamts hob auch Markus Damböck hervor. Der Referent Rettungsdienst im Bezirksverband Niederbayern-Oberpfalz des Bayerischen Roten Kreuzes ist selbst ehrenamtlich aktiv und verwies auf die positiven Effekte für Rettungsdienst und Bereitschaften bei gemeinsamen Einsätzen. Für die Ehrenamtlichen bringe das Engagement im Rettungsdienst unschätzbare Erfahrungen. Wichtig sei, dass Ehrenamt und Rettungsdienst Hand in Hand arbeiten und eine gemeinsame Sprache sprechen würden. Das sei im Bezirksverband auch dank der hervorragenden Ausbildung im Sanitätsdienst Realität.

Das Bayerische Rote Kreuz diskutiert derzeit, wie die Hilfsorganisation sich in den kommenden Jahren aufstellen soll. Dafür hat der Landesverband das Projekt „BRK der Zukunft“ ins Leben gerufen, so Bezirksbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein. Die Stimme der Ehrenamtlichen werde ernst genommen, warb er für eine starke Beteiligung. Die Landesgeschäftsstelle sei für Anregungen und Anmerkungen dankbar. Diese Argumente würden dann in die Überlegungen rund um das „BRK der Zukunft“ einfließen.

Neben den theoretischen Überlegungen gab es auch Beispiele aus der Praxis. So stellte die Kreisbereitschaft Tirschenreuth ihre Drohne vor, die den Rot-Kreuz-Helfern aber auch anderen Hilfsorganisationen zur Verfügung steht. Die Ehrenamtlichen stellen ihr Können und ihre Ausrüstung im gesamten Bezirksverband zur Verfügung, beispielsweise bei Festivals oder bei größeren Lagen. Die Aufnahmen des Fluggeräts können aber nicht nur während des Einsatzes genutzt werden – oft werden sie auch bei der Nachbesprechung genutzt, um sich weiter zu verbessern.

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