In Kümmersbruck im Landkreis Amberg-Sulzbach drehte sich am Samstag alles um die Wasserrettung: 150 junge Rettungsschwimmer traten beim Wettbewerb des Wasserwacht-Bezirksverbands Niederbayern/Oberpfalz an. Mit viel Ehrgeiz und Teamgeist zeigten die Acht- bis 16-Jährigen ihr Können – immer mit dem Ziel, für den Ernstfall zu trainieren und die Bedeutung der Wasserrettung zu stärken.
Von Eva Rothmeier
Kümmersbruck. Sobald der Startpfiff im Kummersbrücker Aktivbad ertönt, schießen die jungen Rettungsschwimmer mit Flossen und Rettungsbojen durch das Wasser. Ihr Ziel: die Teamkollegen blitzschnell aus dem „Gefahrenbereich“ retten und sicher zurück zur Startseite bringen.
Jede Staffel gibt ihr Bestes, denn schließlich winkt für die zwei am Ende bestplatzierten Gruppen in den drei verschiedenen Altersklassen die Teilnahme am Landeswettbewerb Rettungsschwimmen. Die lauten Anfeuerungsrufe vom Beckenrand heizen die Motivation zusätzlich an.
„Ich bin immer noch begeistert und zufrieden. Die Stimmung und auch das ganze Drumherum waren wirklich super“, zieht Verena Grad, Jugendleiterin im Wasserwacht-Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, am Sonntagnachmittag eine durchweg positive Bilanz. Zusammen mit Michaela Lettenbauer, Reinhard Hösl und Winfried Fügl hat sie in monatelanger Vorbereitung den Wettbewerb organisiert. Und der Einsatz hat sich gelohnt.
25 Jugendgruppen aus sieben Kreis-Wasserwachten in Niederbayern und der Oberpfalz (Cham, Landshut, Neumarkt, Regen, Rottal-Inn, Schwandorf, Weiden) waren nach ihren jeweiligen Kreisentscheiden beim Bezirkswettbewerb am Start.
Das bedeutet in Zahlen: 150 junge Rettungsschwimmer zwischen acht und 16 Jahren, dazu rund 50 Betreuer und Trainer und nochmal an die 100 aktive Wasserwachtler aus den Ortsgruppen Vilstal-Kümmersbruck und Neumarkt, die sich mit viel Engagement und bester Laune um Verpflegung, Schminken, Darsteller und alles, was sonst noch an Arbeit angefallen ist, gekümmert haben.
„Bei all diesen Helfern, aber auch sämtlichen Schiedsrichtern, Zeitnehmern und eben einfach allen, die in irgendeiner Form zu diesem reibungslosen Ablauf beigetragen haben, möchte ich mich im Namen des ganzen Orga-Teams und des Bezirksverbands herzlich bedanken. Nur so ist eine derartige Veranstaltung mit so vielen Teilnehmern zu stemmen“, freut sich Verena Grad und betont, dass BRK und Wasserwacht mal wieder gezeigt hätten, was man zusammen auf die Beine stellen könne.
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs standen natürlich die Nachwuchsschwimmer, die ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt und zugleich gezeigt haben, wie viel Spaß Rettungsschwimmen macht.
Neben den je nach Altersklasse verschiedenen Schwimm-Disziplinen war dabei auch viel Wasserwacht-Wissen gefragt. Im Bereich GNU waren das heuer beispielsweise die Gartenvögel, aber auch medizinisches Fachwissen und Kenntnisse rund um die Wasserwacht und ihre Arbeit wurden im Land-Teil geprüft.
„Bei solchen Wettbewerben geht es immer auch darum, mit viel Spaß alle Facetten des Rettungsschwimmens kennenzulernen und sich darauf vorzubereiten. Außerdem erhalten die einzelnen Ortsgruppen so auch die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen“, schildert die Jugendleiterin.
Teils schon um 7 Uhr fanden sich die ersten Mannschaften in Kümmersbruck ein, bevor um 8 Uhr der Startschuss zu den ersten Wettkämpfen fiel.
Und nach vielen aufregenden Stunden stand um 17.30 Uhr die Siegerehrung auf dem Programm, zu der sich zahlreiche Ehrengäste wie Landrat Richard Reisinger, Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl, Riedens Bürgermeister Erwin Geitner, Sebastian Schaller, BRK-Kreisgeschäftsführer von Amberg-Sulzbach, und Gerd Geismann, Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Amberg-Sulzbach, eingefunden hatten.
Sie alle zeigten sich beeindruckt von der Leistung der Nachwuchs-Rettungsschwimmer und dankten der Wasserwacht für ihren großartigen Einsatz.
Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und eine neue Rettungsschwimmer-Tasse. Für die ersten drei Plätze jeder Altersklasse gab es zudem Medaillen.
Die Ergebnisse aus Kümmersbruck in der Übersicht:
Stufe I (acht bis zehn Jahre):
Stufe II (elf bis 13 Jahre)
Stufe III (14 bis 16 Jahre):